
Marco Möller



Meine fotografische Reise:
Mit 15 habe ich eine alte, gebrauchte Miranda Spiegelreflexkamera mit drei Objektiven und Zwischenringen geschenkt bekommen. Sie war technisch sehr einfach und hatte keine einzige Automatikfunktion, sondern nur einen Nachführzeiger, der anzeigte, ob die Kombination von Blende und Belichtungszeit einigermaßen in Ordnung ist.
Eine Olympus OM2 hat sie dann abgelöst, als ich 18 wurde. In meiner Familie war das OM-System sehr verbreitet, so dass sich ein reger Tauschhandel mit jedem erdenklichen Zubehör entwickelte. Zu dieser Zeit habe ich auch gerne S/W-Abzüge in der Dunkelkammer gemacht, die mir Zuhause und in der Schule zur freien Verfügung stand. Das war eine sehr kreative Zeit für mich, in der ich viel ausprobieren konnte.
Nach der Schul- und Ausbildungszeit ruhte dieses Hobby für sehr lange Zeit. Ich hatte zwar immer kompakte analoge, später digitale Bridge-Kameras dabei, aber ich habe ohne besonderen Anspruch an mich und die Ergebnisse fotografiert.
Erst um 2020 herum, mit Ende 50, fing ich wieder an, mich ernsthafter mit der Fotografie und der Bildbearbeitung zu beschäftigen. Seit dem gehe ich wieder auf „Fotosafari“ und genieße diese besondere Form der Wahrnehmung, wenn alle Sensoren auf Empfang gestellt sind, während ich durch die Gegend laufe und auf einen Triggermoment lauere: interessante Objekte, ungewöhnliche Perspektiven, Strukturen auf dem Boden, Spiegelungen auf Flächen, besonderes Licht, interessante Menschen und so vieles mehr.
Seit Anfang 2026 bin ich bei Blende 8. Diese Gruppe ist wie ein Booster für meine späte Entwicklung in der Fotografie. Ich bin den Clubmitgliedern sehr dankbar dafür, dass ich aus der Fülle ihres Wissens und ihrer Erfahrungen lernen kann.
Ich habe mich noch nicht auf ein bestimmtes Genre festgelegt. Ich experimentiere gerne und lass mich gerne von anderen inspirieren.
Mein Equipment ist sehr übersichtlich und besteht derzeit aus einer Sony Vollformatkamera mit genau einem Zoomobjektiv und einer Kompaktkamera von Sony, die mich fast immer auch im Alltag begleitet. Meine Ausrüstung wird sicherlich noch etwas wachsen, aber nicht ausufern, weil es mir vor allem um den Blick auf etwas geht und nicht um Technik zum Selbstzweck. Damit komme ich zum Thema „Fotografische Philosophie“.
Meine fotografische Philosophie:
Ich kann nicht behaupten, dass ich mir einer eigenen Philosophie in der Fotografie bewusst bin. Aber vielleicht taugt die Tatsache, dass die Geschichte, die ein Foto erzählt, mir tendenziell wichtiger als die technische Perfektion ist, als Ansatz. Ein Foto ist für mich besonders, wenn es die Atmosphäre der aufgenommenen Situation verstärkt wiedergibt und Emotionen weckt.

Schaue und überlege, bevor du den Verschluss öffnest. Herz und Verstand sind das wahre Objektiv der Kamera.
Yousuf Karsh

Die Fotografie ist eine Sprache, die überall verstanden wird.
Daido Moriyama

Fotografie ist eine Art zu fühlen, zu berühren, zu lieben. Was du auf Film eingefangen hast, wird für immer festgehalten. Es wird dich an kleine Dinge erinnern, lange nachdem du alles vergessen hast.
Aaron Siskind
